Datum: 17.06.2006
Zeit: 02.56 // 04.26
Einsatzart: Wohnungsbrand
Einsatzort: Schladen, Damm
Bericht:
Brand in Schladener Mehrfamilienhaus: Bewohner mussten von Feuerwehr aus dem Haus geholt werden

SCHLADEN. Als der 20-jährige Mieter in der Nacht zu Samstag zu seiner Wohnung im Westgiebel des Mehrfamilienhauses in der Straße Damm 25 in Schladen zurückkehrte, merkte er bereits im Flur, dass Qualm aus seiner Wohnung drang.

Er benachrichtigte sofort die Feuerwehr, die den Alarmkreis 3 zum Brandort einberief. Zum Alarmkreis 3 gehören neben den Feuerwehren der Samtgemeinde Schladen noch die Wehren aus Börßum und Heiningen. Hinzugezogen wurden zudem die Drehleitern aus Wolfenbüttel und Bad Harzburg, berichtete Schladens Brandmeister Wolfgang Hattwig, der von einer schwierigen Rettungsaktion sprach.

Das Haus in der Schladener Innenstadt beherbergte früher im Erdgeschoss die Diskothek Weltkugel. "Das Haus hat nur einen Ausgang und die 13 Wohnungen liegen sehr verzweigt im Haus mit seinen langen Fluren", deutete Hattwig die Schwierigkeiten an, die die 180 Einsatzkräfte, darunter aus das Deutsche Rote Kreuz, die Schnelle Einsatzgruppe sowie Notärzte, zu bewältigen hatten.

Flure waren verqualmt

Als die Feuerwehr gegen 2.45 Uhr eintraf, drang bereits Qualm aus beiden Ecken des Hauses. 8 der 19 Hausbewohner mussten von der Feuerwehr aus dem Haus geholt werden, zwei davon über die Drehleiter, da die Flure sehr verqualmt waren. Drei Personen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Eine ältere Frau musste wegen Kreislaufproblemen behandelt werden. "Es befindet sich keine Person mehr im Haus", konnte Schladens Samtgemeindebürgermeister Andreas Memmert schon nach einigen Minuten mitteilen. Die Feuerwehr musste bei derSuche nach den Hausbewohnern auch sieben Wohnungen gewaltsam öffnen. Gleichzeitig wurde der Brand in der Wohnung des Mieters gelöscht.

Die Wohnung im zweiten Obergeschoss, in der der Brand aus bisher noch nicht geklärter Ursache ausgebrochen war, brannte völlig aus. Sie wurde für die weiteren polizeilichen Untersuchungen versiegelt.

Die übrigen Wohnungen konnten noch in der Nacht von den übrigen Hausbewohnern wieder bezogen werden, nachdem es der Feuerwehr gelungen war, mit Hilfe von Be- und Entlüfter den Qualm aus dem Gebäude zu entfernen. Zuvor waren die Hausbewohner im DRK-Zelt betreut und von den Notärzten untersucht worden.

"Glück im Unglück"

Samtgemeindebürgermeister Andreas Memmert sprach von einem glimpflichen Ausgang des Brandes. "Wir hatten Glück im Unglück, dass nicht noch mehr passiert ist." Über die Schadenshöhe konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen dauern an.

von www.newsclick.de
 
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