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Feuerwehr übt Ernstfall in einer Firma
Auf dem Gelände des Holzverarbeitungswerks Rollwagen am Bahnhof schoss Rauch aus den Montagehallen

BÖRSSUM. Ein Feueralarm störte gestern die sommerliche Ruhe in Börßum. Auf dem Gelände des Holzverarbeitungswerkes Rollwagen am Bahnhof schoss Rauch aus den Montagehallen, zwei Personen wurden vermisst. Nur wenige in Börßum wussten von dem Übungsszenario, das sich Firmenchef Jörg Rollwagen und der Oderwald-Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz-Spier ausgedacht hatten.

Eingeweiht war auch der Gemeindebrandmeister Hubertus Mahnkopf, der sich mit seinem Stellvertreter Jörg Haase, Börßums Ortsbrandmeister Herbert Probst, sowie Spier und Rollwagen kurz vor Beginn der Übung zur Besprechung im Büro des Firmenchefs traf.

„Uns geht es vor allem darum, zu sehen, ob die Wasserversorgung reibungslos klappt und ob wir genug Kameraden heranziehen können.“ Bewusst habe man sich die Urlaubs- und Erntezeit ausgesucht, um den Ernstfall in dem holzverarbeitenden Betrieb zu üben, auf dessen Gelände alltäglicher Hochbetrieb mit LKW-Beladungen und Rangierarbeiten herrschte, als um 15.30 Uhr die Alarmierung erfolgte.

Haase, Probst und Mahnkopf hatten auf dem Firmengelände Rauchstäbe entzündet, um nicht nur für die Mitarbeiter das möglichst realistische Szenario eines Brandes mit starker Rauchentwicklung zu schaffen, sondern auch für die zuerst alarmierte und ausrückende Börßumer Wehr. Mahnkopf war die Zufriedenheit über den Verlauf der Übung bereits nach wenigen Minuten im Gesicht abzulesen. Der Gemeindebrandmeister schmunzelte. „Die Abläufe passen. Alle behalten die Ruhe, das gefällt mir. Auch die Nachalarmierung klappt. Da kommt Freude auf.“

Kurz nach den Börßumern trafen die Wehren aus Heiningen und Cramme ein. Nachdem die Situation eingeordnet war, alarmierte die Einsatzleitung vor Ort alle 11 Feuerwehren der Samtgemeinde. 25 Minuten später war die volle Einsatzstärke hergestellt.

Nach der Rettung der zunächst vermissten bekämpfte ein erster Löschtrupp den gedachten Brand in einem Holzlager, ein zweiter sicherte ein Späne-Silo. In der Zwischenzeit hatten die nachgeforderten Ortswehren über eine 300 Meter lange Wegstrecke zum Flüsschen Ilse die zusätzliche Wasserversorgung hergestellt. Nun kümmerten sich weitere Löschtrupps darum, die nicht betroffenen Gebäude mit Wasser zu sichern. „Im Ernstfall hätten wir noch Nachbarschaftshilfe weiterer Wehren angefordert“, erklärte Mahnkopf. „Doch darauf haben wir diesmal verzichtet.“

veröffentlicht am: 07.08.2008
von: Braunschweiger Zeitung
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